Tobias Wolter

An dieser Stelle könnte ich wie tausende andere Anhänger des analogen oder digitalen Bildes eine Lobeshymne auf die Fotografie geben, welche Leidenschaft dahinter steckt, wann ich damit begonnen habe und welche Gefühle die Fotografie in meinen Augen auslösen soll. Sind wir mal ehrlich, uns interessieren im Grunde doch die Kerninhalte einer jeden „Über mich“-Seite: ein kurzer Streifzug durch das Leben der Person dahinter.

Tagsüber bin ich ein kreativer, motivierter und lösungsorientierter IT-Systemadministrator in Ludwigs Festspielhaus Füssen, dem Theater mit der zweitgrößten Drehscheibe Deutschlands, einem 90.000 Liter fassenden Bühnensee und einem Musical, welches als einziges weltweit an der Originalkulisse spielt. Hier schraube und programmiere ich nicht nur an den einzelnen Arbeitsstationen und Netzwerkkomponenten, sondern fahre hin und wieder auch mal die Bühnenmaschinerie, steuere die haustechnischen Anlagen oder bringe mich beratend in den betrieblichen Ablauf ein. Ich arbeite nicht nur seit über 11 Jahren für dieses Haus, ich lebe und liebe es.
Die verbleibende Zeit am Ende des Tages oder an Sonn- und Feiertagen gehört dann aber ausschließlich meiner Familie, mit der ich als Ehemann (geboren am 10. Juli 1990 im oberbayerischen Schongau) und Herrchen von zwei Hunden jeden Moment genieße. Meine Frau und mich verbindet in der Freizeit im großen Umfang die Fotografie. Sie ist hier bezaubernd beruflich unterwegs, ich schleppe hingegen schon mal 5 Stunden die Ausrüstung durch die Welt, ohne ein einziges Bild geschossen zu haben. Der Herr muss Lust dazu haben.

Vorwiegend liegt meine Vorliebe bei der monochromen Bildgestaltung. Ob Analog oder Digital, alles was nicht schwarzweiß aus der Kamera kommt, wird spätestens in der Ausarbeitung entsättigt und auf das Wesentliche konzentriert. Trotz des Faibles gibt es sie aber in meinem Portfolio: Farbaufnahmen. Für mich besondere analoge Filme (bspw. die aus dem Hause CineStill) dürfen ihr Farbkleid und damit ihren ganz besonderen Charme unverändert behalten und ihre ganz eigene Geschichte erzählen. Aktuell stehe ich mit der analogen Fotografie sehr am Anfang – wieder, denn als Kind der 90er bin ich mit der Technik noch so halb aufgewachsen. S/W-Filme entwickle ich voller Freude in Eigenregie zu Hause, an den C41-Prozess muss ich mich erst noch heranwagen.


Kamerabestand